Hakomi-Psychotherapie
Hakomi ist eine körperorientierte, achtsame Psychotherapie, die liebevoll und sanft mit den tiefsten Schichten unserer Persönlichkeit arbeitet, dort, wo Worte allein nicht hinkommen.
Was bedeutet Hakomi?
Das Wort „Hakomi" stammt aus der Sprache der Hopi und bedeutet sinngemäß: „Wer bist du?", eine Frage, die tiefer geht als bloßes Symptommanagement. Hakomi wurde in den 1970er Jahren von Ron Kurtz entwickelt und verbindet östliche Achtsamkeitspraktiken mit westlicher Psychotherapie.
Zentral ist das Arbeiten mit dem Körper als Spiegel des Unbewussten. Körperhaltung, Gesten, Atemrhythmus und körperliche Empfindungen geben Hinweise auf tief verankerte Glaubenssätze und Überzeugungen, oft jenseits des bewussten Erlebens.
„Wahrnehmen, was ist, und es dann loslassen, in jedem Augenblick des Lebens."
Für wen ist Hakomi geeignet?
- Menschen, die sich in klassischer Gesprächstherapie nicht vollständig erreicht fühlen
- Wer tiefere Selbstkenntnis und inneres Wachstum anstrebt
- Bei anhaltenden Mustern in Beziehungen oder im Selbstbild
- Traumatisierungen und emotionale Verletzungen aus der Vergangenheit
- Wenn der Körper Signale sendet, die schwer in Worte zu fassen sind
- Als Ergänzung zu anderen therapeutischen Ansätzen
Wie unterscheidet sich Hakomi von klassischer Verhaltenstherapie?
Während die kognitive Verhaltenstherapie primär auf Gedanken und Verhalten zielt, geht Hakomi einen Schritt tiefer: Es arbeitet mit den körperlichen und emotionalen Erfahrungen, die diesen Gedanken zugrunde liegen, oft unbewusste Überzeugungen aus der frühen Kindheit.
Hakomi-Sitzungen sind ruhiger und achtsamer als klassische Therapiestunden. Im Mittelpunkt steht das gegenwärtige Erleben, nicht die Analyse der Vergangenheit, sondern das unmittelbare Wahrnehmen und Erkunden innerer Zustände.
Wichtig: Hakomi-Psychotherapie ist eine Privatleistung und wird nicht von gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Bitte fragen Sie bei privaten Krankenversicherungen nach der Erstattungsfähigkeit.
Ausgebildeter Hakomi-Therapeut
Joachim Kuhrau hat 2006 seine Ausbildung in Hakomi-Psychotherapie abgeschlossen und arbeitet seitdem erfolgreich mit dieser Methode.